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Apollons Tempel

Der Campingplatz Diana liegt etwas über dem Dorf von Olympia und ist sehr dicht (fussläufig) am Museum und den Ausgrabungsstätten, er hat uns sehr gut gefallen. Aber nun geht es weiter. Der nächste Steinhaufen ruft. Aber tatsächlich soll es kein „Steinhaufen“ sein, sondern einer der besterhaltenen Tempel in Griechenland.
Wir fahren die Bergroute (60km) von Olympia zum Apollon-Tempel bei Bassae (14km SW von Andritsena). Die Straße ist echt ganz ok – man muss nur immer den Schildern folgen und nicht unbedingt dem Navi – dann klappt das schon.
Apollon ein unehelicher Sohn des Zeus (dafür hat Zeus auch echt Ärger bekommen) und ist zuständig für Licht, Frühling, sittliche Reinheit, Mäßigung, Weissagung, Künste, Musik, Dichtkunst, Gesang, Heilkunst und Bogenschützen. Er hatte also ne Menge am Hut. Es gibt 22 bekannte Apollon-Tempel, vielleicht brauchte er die auch – bei so einem großen Aufgabenbereich oder er musste einfach nur oft sein Wohnsitz wechseln, weil er Stress mit seinem Vater hatte, der ihm wegen der Kleinigkeit von 14 ermordetet Kindern (des Zeus) in die tiefste Hölle schicken wollte – allerdings hat Apollons Mutter, Leto, die ganze Sache etwas abgemildert – er sollte dann doch nur ein Jahr bei einem Hirten aushelfen. Leto war vielleicht Pädagogin oder so. Wir schweifen ab…
Dieser Apollon-Tempel ist komplett in ein Zelt eingepackt – zum Schutz gegen die Witterung und er befindet sich – auch heute – im Wiederaufbau. Ein paar Säulen stehen auf einem Betonklotz und sollen demnächst mit einem fest installierten Portalkran an ihren Ursprungsort gestellt werden. Allerdings sind die Archäologen und Bauarbeiter im Moment noch dabei, den Untergrund für die Säulen aus den unendlichen vielen nummerierten Steinen zusammenzupuzzeln. Was für eine Sisyphosarbeit, von dem später mehr.

Der Kptn. und sien Fru sind trotz des Zeltes begeistert – der Kptn. vor allem von der Baustelle – seit 1902 sind die dort am rödeln.
Mit Olympia und dem Apollon-Tempel brauchen wir nun erstmal eine kleine Götter- und Steinpause und fahren die Berge wieder hinunter an das Meer. Diesmal ärgern wir uns wirklich über das Navi. Die Bergstraßen an sich sind ok – aber die Durchfahrten durch einige kleinere Bergdörfer sind teilweise sehr schmal – vor allem durch beidseitig geparkte Autos. Wir gewöhnen uns aber wieder an enge Straße und genießen die Ausblicke und ein bisschen auch den Nervenkitzel.
Über das Navi haben wir uns schon das ein oder andere Mal richtig geärgert und uns gefragt, ob dieser Pfad, auf dem wir gerade sind, wirklich noch als Straße bezeichnet werden kann. Wir werden definitiv demnächst wieder eine Papierkarte zur Hilfe nehmen, in der die Qualität der Straßen mit verschiedenen Farben oder strichstärken aussagekräftiger vorhanden ist.
Die 120 km von Apollons Tempel bis zum Thines Campingplatz bestehen durchgehend nur aus Bergstraßen bzw. zweispurigen Landstraßen ohne Straßenmarkierung. Wir brauchen zwei Stunden dafür und kommen erst im Dunklen an.
Wir werden sehr freundlich begrüßt und bekommen einen Platz zugewiesen. Mehr konnten wir bis jetzt nicht sehen. Dem Rauschen nach, kann das Meer aber nicht weit sein.
Jule stellt die Doku über Apollo an, um die Bildung voranzutreiben.
Houston und kein Problem.

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