Die Überlebensmittel gehen dem Ende entgegen. Wir müssen dringend an das Auffüllen der Vorräte denken. Das Problem ist, wenn der Kptn. aus dem Fenster guckt, sieht auf dem Berg (in weiter Ferne) Schnee liegen – kompletto weiß. Er traut sich nicht aus dem Bulli, obwohl das Außenthermometer Entwarnung verspricht. Es sind 18 Grad draußen. Die Wetterapp sagt auch, dass es jetzt zwei Tage etwas frisch werden wird – aber danach geht es wieder bergauf – 21 Grad über Tage – 12 Grad nachts – Sonne.
Wir brechen trotzdem auf in das nächsten Dorf (900m) und kaufen einige Dinge um nicht vom Fleisch zu fallen und uns etwas zu bewegen. Sinnlos spazieren gehen mag der Kptn. ja gaaaar nicht.
Der Kptn. ersteht ein halbes Opferhühnchen, das mit Feuer und viel Rauch den Göttern … usw. usw.
Es ist ihm aber doch zu kalt und windig im Dunklen vor dem Bulli – das Huhn muss in der Pfanne schmoren.
Der Kptn. hat außerdem Angst vor Mardern oder anderem Getier, das sich in der kalten Nacht im Motorraum ansiedeln könnte. Lange Internetrecherchen ergeben, es sei wohl am Besten, das Bullimotorrevier durch Eigenurin zu markieren und den Marder dadurch zu vergraulen. Wie muss man sich das jetzt vorstellen… – nein – so wollte der Kptn. es nicht machen… Es soll professionell und septierlich vonstatten gehen. In einer dunklen Ecke wird etwas von der Reviermarkierungsflüssigkeit in eine Sprühflasche gefüllt. Anschließend gleichmäßig über den Motor, die Kabel und Schläuche verteilt.
Der Motor ist markiert – kein Marder in Sicht.
Marder und Schreck.