Der Saharastaub ist endgültig weggeweht. Heute wird der Kptn. von einer anderen der sieben Plagen geweckt. Zuerst dachten wir, dass wir den Nachbarn mal wieder zu lange schlafen und dass die deswegen mal n bisschen an unserem Bulli wackeln. Aber nach des Kptns Rundumblick war niemand zu sehen. Ne halbe Stunde später beim Frühstück erfahren wir dann aus dem Indernet, dass wir heute Zeugen eines Erdbebens bei Zakyntos (Ionisches Meer, Westküste Peloponnes, Stärke 5,8, 160km entfernt) geworden sind. Der Kptn. ist echt traurig, dass er es nicht sofort geschnallt hat. Sonst wäre er sofort aus dem Bulli gesprungen und hätte es gerne mit den eigenen Füßen erlebt – so hat Giovanni ja bestimmt das meiste weggefedert. Die Earthquake App ist jedenfalls jetzt installiert. Jetzt ist der Kptn. wachsamer und das nächste Erdbeben verschläft er bestimmt nicht.
Vor dem Baden wird die Bodenbeschaffenheit penibel geprüft und nach Erdspalten und Tsunamiwellen Ausschau gehalten – Nix zu finden. Dem Morgenbad steht nichts im Wege (19 Grad).
Wir bleiben hier am Kondyli Strand weiter stehen und baden 2-3-stündlich um unsere Körpertemperatur wieder runterzufahren. Ohne Hut und Sonnenbrille geht gerade gar nix.
Einziger Nachteil, am Abend kommen für 2 Stunden die Mücken und fressen einen auf. Der Kptn. denkt, grillen würde trotzdem gehen, aber nach dem Aufbau und der Inbetriebnahme des Grills und der Positionierung der Souvlaki- Spieße muss er sich dringend nach drinnen hinter die Fliegengitter retten. Bei jedem Öffnen der Gitter kommen allerdings so 2-3 Mücken mit in den Bulli. Wir müssen mit der elektrischen Fliegenklatsche jagen. Das Wenden der Souvlaki wird auf ein Mindestmaß reduziert (4) und penibel die Zeit zwischen den Wendungen gestoppt – das Fliegengitter wird kein Mal zu oft geöffnet.
Nach zwei Stunden ist der Spuk vorbei und wir können den Bulli wieder ohne Angriffe verlassen – so schnell trinken sich die Mücken also an den Campern satt.
Grill und putzen.