GioVANni on Tour

Bullitörns: el Hierro, La Gomera, Portugal, Algarve, Griechenland, Peloponnes, Corfu, Italien, Elba

Vipern, Windschweine & Napoleon

Wir verlassen unseren Campingplatz und machen uns an der Südküste Elbas auf die Suche nach den Granitabbaugebieten. Die Erste hat nämlich herausgefunden, dass hier auf Elba die Säulen für das Pantheon in Rom gedengelt wurden. Ein, zwei Reservesäulen sollen da auch noch rumliegen, die würden sich bestimmt ganz gut in unserem Vorgarten machen…
Wir suchen den Ort und staksen dabei durch Gebüsche am Fluss entlang… Ein Italiener kommt mit aufgerissenen Augen und wild fuchtelnd vorbei. Er zeigt uns ein paar Fotos auf seinem Handy von Vipern die hier gerne am Fluss leben. Ne is gut – so wichtig sind die Säulen im Vorgarten dann auch nicht. Mit der Drohne fliegen wir von der sicheren Straße herum und finden auch keine Säulenreste.
Wir lassen das mal und fahren zum nächsten Spot, einem Astronomieplatz in San Piero. Die Wolken hängen tief, eigentlich befinden wir uns quasi IN den Wolken, ausserdem ist es ja hell. Also auch nix mit Astronomie. In dem Dorf steht hinter der Kirche auf dem Aussichtsplatz die Silhouette von Napoleon. Der Käptn wollte schon immer mal wissen, wie groß der nu wirklich war. Geschickt wurde seine Silhouette etwas höher platziert. Ein 1 zu 1 Vergleich ist also nicht möglich.

Da unser Bulli ja „GioVANni“ heißt, können wir den Torre di San Giovanni nicht auslassen. Unser Bulli muss noch ein paar 100 Meter an Höhe erklimmen, die Luft wird leider nicht dünner sondern dicker und undurchsichtiger und die Straße immer schmaler. Schließlich haben bzw. Giovanni es aber geschafft. Wir stehen in durchwühlter Erde mit Kastanienresten vor dem Torre in den Wolken – Nun denn. Wieder hält ein Italiener an und teilt uns mit, dass wir uns vor den Windschweinen in Acht nehmen sollen, gerade vor den männlichen. Der Erste hört es schon überall grunzen und rascheln. Schnell noch ein Nebelfoto und weg.
Napoleons Wintersitz, dass sollte jetzt aber wirklich ohne Zwischenfälle klappen. Wir rollen den Berg wieder runter und parken auf dem leeren Parkplatz vor Napoleons Winterhütte. Kaum zu glauben, das Museum hat geöffnet. Napoleon hat sich da wirklich ne lange Auffahrt zu seiner Villa zimmern lassen. Gelaufen ist er die bestimmt nie selbst und das Unkraut hat er auch nie selbst beseitigt. Gewohnt hat er hier jedenfalls ganz nett, auch wenn er immer nur für einen Tag ein paar Stunden da war. Die Hütte am Meer hat ihm dann wohl doch besser gefallen. Die Toilette unseres Gastgebers wird gerade geputzt, so dass der Käptn und sin Fru wieder ne echt lange Auffahrt vor sich haben, um zur entlastenden Toilette zu gelangen.
Zwei Kilometer entfernt gibt es ein Open Air Museum von Italo Bolano, er hat überall auf der Insel seine Kunstwerke versteckt. Leider hat es geschlossen. Wir quetschen uns also vergebens durch extrem enge Straßen da wieder raus.
Es ist windstill und noch hell. Drohnenaufnahmen von dem ebenfalls geschlossenen Museum der „Villa le Grotta“ sollten also noch klappen. Im Feierabendverkehr nähern wir uns merklich Portoferraio und biegen kurz rechts zu den alten Steinen ab. Ein paar Fotos schießt die Drohne noch, bevor das Licht versagt.
Ein paar Meter weiter fahren wir zu unserem Parkplatz mit Blick auf Portoferraio. Wat schöööön. Morgen gehts auf die Fähre zurück an das Festland und dann weiter nach Süden.
Voller und Tag.

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

© 2026 GioVANni on Tour

Thema von Anders Norén