Die Sonne blitzt durch die Ritzen in der Lukenverdunkelung. Der Käptn schiebt das Rollo etwas nach oben – tatsächlich – sie ist wieder da. Zumindest zeitweise zwischen den Wolken.
Am Wasser sitzt Hubert auf seinem Klappstuhl mit einer großen weißen Henkeltasse in der Hand. Als sich der Käptn. den Schlaf aus den Augen wischt, ist er plötzlich weg. Jetzt ist da nur noch ein Steg und eine weiße Boje mit Auge – komisch. Es wird wohl zu warm in der Koje – auf 25 Grad hat die Sonne den Bulli schon erwärmt. Es wird Zeit. Wir reißen alle Klüsen auf und tauschen die abgestandene Luft gegen den warmen Sonnenduft von draußen – Wat schööööön.
Das nächste Taxiboot ist unseres. Wir flanieren an dem Gestade von Poros entlang und nehmen zwei Cappuccini in unterschiedlichen Locations zu uns. Man kann wieder draußen in der Wärme sitzen, ohne 5 Schichten Stoff zu tragen – Endlich. Der Käptn. muss noch schnell in seinen Lieblingsladen am Hafen, dem Shipchandler und dort etwas Wichtiges kaufen. Aber eigentlich wollte er nur mit der Nase mal wieder etwas von dem Bootszubehör erschnuppern – ein Dose WD-40 gegen quietschende Dinge kann man allerdings immer gebrauchen. Nicht nur am Boot quietscht ständig irgendwas, sondern auch an Giovanni.
Kurz bevor der abendliche Regenschauer zurück kommt, nehmen wir das Boot zurück. Ein Markt-LKW steht am Straßenrand. So wird der Obst- und Gemüseeinkauf auch gleich erledigt.
Zwischen zwei Regenschauern probieren wir noch ein kleines Pita-Restaurant in der unmittelbaren Nähe aus – sehr gut – wir werden satt.
Wohlig und warm.