Der Käptn un sin Fru werden um acht Uhr von der Sonne und der Wärme geweckt. Wir haben in einem Rutsch bis acht Uhr tief und fest geschlafen – das ist uns selten passiert – verrückt. Wir öffnen die Jalousien und entdecken, dass die Sonne scheint. Blauer Himmel strahlt über uns. Wir freuen uns über das wunderschöne Wetter. Nach dem Frühstück und dem zweiten Kaffee auf den Klapphockern vor unserem Womo ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Der Kätpn. müsste mal wieder ins Wasser, lässt die Erste durchsickern. Des Käptns fadenscheinige Ausreden wegen der Wassertemperatur usw. werden ignoriert und schon steht er mit sin Fru in Badehose auf den dicken Kieseln am Strand. Sin Fru läuft quasi ohne Zögern in das blaue Mittelmeer. Es sieht schon verlockend aus. Der Käpt‘n wagt einen Schritt vor, schon sind die Füße im Wasser und die Kälte steigt in ihm hoch. Die Erste schwimmt schon seit ein paar Minuten wie ein Delfin vor ihm herum und droht mit Wasserspritzern. Das Trainingsprogramm auf der Uhr wird gestartet, er überwindet sich und taucht unter. 125 Meter unbeholfenes Hin- und Herschwimmen muss für heute reichen. 17 Grad sagt der digitale Kollege am Handgelenk, hätte das Mittelmeer noch. Mehr hat die Ostsee im Juni auch nicht. Dabei strahlt weiterhin die Sonne vom Himmel. Am Ende fühlt sich das Wasser fast warm an. Wat schööön. Der Käpt‘n ist wieder fit, er fühlt sich jetzt, als könnte er Bäume ausreißen – es reicht, um sich wieder warm anzuziehen… 😉 Da ist am Nachmittag glatt noch eine Pfeife drin, die erste in diesem Jahr. Die Erkältung, die er sich im Heimaufenthalt eingefangen hat, ist jetzt weg. Endlich.
Die Erste hat die Souvlaki aus dem Eisschrank geholt.. Nun kommt der Grill auf den Hocker und brutzelt die Spieße außen knusprig und innen saftig. Hubert legt noch eine Wurst nach und toastet etwas Brot – yummi.
Penibel wird der Grill mit Küchentüchern entfettet und die Tücher zur Verbrennung der Feuerstelle übergeben. Aus allen Ecken fliegen plötzlich Kleinholzstücke auf den Käpt’n zu – und schon brennt ein hübsches kleines Lagerfeuer am Heck von Giovanni. Wir holen unsere Stühle aus dem Ziegenstall und sitzen gemütlich ums Feuer. Unsere Nachbarn kommen ebenfalls mit ihren Campingstühlen an. Die Nacht wird nicht kalt, es bleibt bei 15 Grad. Wir schauen ins Feuer und erzählen uns Dinge über Lithiumbatterien, Solarzellen und ähnliche interessante Hubraumgeschichten. Was für eine schöner Abend.
Lager und Feuer 🔥