GioVANni on Tour

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Carnival

Heute ist der letzte Tag des Karnevals in Griechenland. Karne val bedeutet: Fleisch vorbei, also letzter Tag vor der Fastenzeit bis Ostern. Kein Wunder, dass der Käpt‘n heute maulig ist. Da können die sich verkleiden so viel sie wollen, das mit dem Fleisch gefällt ihm gar nicht. Sin Fru kriegt ihn nur mit kulinarischen Verlockungen aus seinem Wohnmobil.

Gemeinsam laufen wir den langen Damm entlang in das Städtchen. Hier ist schon eine Bühne aufgebaut und alle 20m steht ein Boxenturm in der Fußgängerzone, aus der laute Musik schallt. Überall liegt Konfetti auf der Straße. Wir finden einen Platz am Wasser und bestellen uns was schönes zu essen. Der Käpt‘n strahlt. Auf dem Nebentisch stehen Teller mit Essensresten. Die Tauben vergnügen sich daran. Dann kommen Petra und Jürgen dazu. Petra hat die rotweißen Maktati-Armbänder gefunden und schenkt der Ersten eins. Der Brauch besagt, diese Märzbänder schützen vor der starken Frühlingssonne und bringen Glück. Neben uns kramt eine Familie ihre Faschingskostüme aus Plastiktüten und verkleidet sich direkt im Restaurante. Auf der Holzbrücke erscheinen plötzlich adlige Damen mit Reifröcken und Glitzer. Die Musik wird lauter, der Wind kälter. Wir verholen uns hinter die Bühne auf die Straße. Hier soll der Karnevalsumzug entlang kommen. Dann dreht die Musik nochmal auf, die Erste kramt ihre Ohrenstöpsel aus Wacken hervor. Und sie kommen. Cheerleader, Meerjungfrauen, Neptun, Aladins Truppe mit fliegendem Teppich und Wunderlampe, Sultane. Dann die Jugend in Piratenkostümen, alle sind Jack Sparrow, Kriegerinnen, Drachentöter, Handarbeiter – mit Wollknäuel auf dem Kopf und Flickenröcken. Auf einem Wagen Nähmaschinen und die kleinen Kinder sitzend und winkend. Es folgt ein Zirkus, Ticketverkäufer, Clowns, Harlekins, Minions, Olympische Spiele, alte Griechinnen mit Säulenköpfen, barbusige Aphroditen, Blumenfrauen, Bananen und Melonen. Da wird einem ganz duselig. Tolle Stimmung, krachende Musik, Trillerpfeifen überall. Wir flüchten in unseren wunderbar ruhigen Bulli und verzichten auf die Siegerehrung.
Feuer und werk.

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Thema von Anders Norén