Blauer Himmel. Sonne. Fahrradtour.
Das Frühstück besteht aus einem Apfel. Die Fahrräder werden nach langer Zeit mal wieder aus dem Ziegenstall gekramt. Die haben schon richtig Schimmel angesetzt. Die Luft in den Reifen lässt auch zu wünschen übrig. Nach ein paar Handgriffen und Reiners Hilfe sind sie einsatzbereit und los gehts.
Man kann die Stadt Lucca auf der Stadtmauer per Fahrrad oder zu Fuß umrunden (4km). Allerdings fahren wir so langsam Fahrrad und halten alle 50 Meter an, um Fotos zu machen, dass uns sogar die Jogger überholen. Wat schöööön.
Des Käptns Wadenkräfte weichen. Der Frühstücksapfel ist verbraucht. Die Stadt ist ebenfalls umrundet. Wir biegen in die Gassen ein. Und steuern geradewegs auf den „Piazza dell‘ Anfiteatro“. Wie der Name schon sagt war dieser Platz früher mal ein „Anfi-Theatro“ – Kreisrund mit vielen Bögen, zig Cafés und Osterias. Das Frühstück in einer Osteria sieht am Besten aus. Wir sitzen an einem schönen Tisch und genießen diesen herrlichen Ort – vielleicht der schönste Ort der Stadt. Der Käptn genießt die gemischte Wurst- und Käseplatte. Wat leggggger. Die Kräfte kommen zurück.
Nächstes Ziel: Turm des Palazzo Guinigi. Auf dem Turm wachsen ganz oben drauf Steineichen. Schon beim Umkreisen der Stadt haben wir uns über den Turm mit den Bäumen drauf gewundert. Jetzt stehen wir davor und nur 230 Stufen trennen uns von der baumbewachsenen Spitze. Der Käptn sucht den Fahrstuhlschacht – es gibt keinen. Wir stapfen hoch und Lena zählt die Stufen. Nach vielen Pausen ist es irgendwann geschafft, die Öffnung nach oben zum Blätterdach ist in Sicht. Was für eine coole Aussicht über diese wunderschöne Stadt – Gut das wir hier hochgeklettert sind.
Unten brauchen wir als nächstes eine Gelateria – was ja in italienischen Städten kein Problem ist. Quasi an jeder Ecke gibt es Eisdielen. Unser ausgiebiger Stadtbummel ist nun beendet. Aber 6 Stunden reichten natürlich bei Weitem nicht. Es gibt noch so viel mehr zu entdecken.
Die Straße ruft. Die Erste hat ein paar Kilometer weiter die Stadt gefunden, in der Pinocchio geschrieben wurde.
Auf und gehts.