Alle Wagners haben ihre Hütte verlassen.
Wir sitzen alleine am Frühstückstisch und suchen unsere Sachen zusammen, die wir in den letzen Tagen hier verteilt haben.
Wir wollen weiter nach Norden. Der Osterbruch bei MorMor ruft.
Die Kälte der letzten Tage hat die eine Gasflasche schon wieder arg geschröpft. Im Hagebaumarkt gibt es eine neue. Der Nachbarladen heißt „Norma“. Scheint ein Supermarkt zu sein. Die Erste kauft schon mal Osterkram und Spezialsüddeutschewurstspezialitäten für den Käptn. Den Meerrettich in Raspelform (Kern) hat sie gestern schon mit Christine in einem österreichischen Supermarkt gekauft. Dieses Zeug macht sich der Käptn im Moment auf jedes Brot drauf – naja aufm Nutellabrot wurde es noch nicht gesichtet.
Wir verlassen Freilassing und nehmen – vorwiegend auf der Landstraße – Wackersdorf ins Visier. Nachdem sich Wackersdorf in den 80ern gegen eine Wiederaufbereitungsanlage (WAA) und ein Endlager gewehrt hat kann man sich hier im ehemaligem geflutetem Tagebaugebiet erholen. Wir finden einen Platz mit Seeblick. Der Käptn. sucht seinen Geigerzähler, leider hat er ihn wohl zu hause vergessen – Mist. Die Erste hat was von einem Märchenwald gelesen, da muss sie natürlich noch einen Ausflug hin machen. Hier hat Mitte des 19. Jahrhunderts der Volkskundler Franz Xaver von Schönwerth Märchen gesammelt, indem er den Einwohnern bei ihren Geschichten zugehört hat. Die Brüder Grimm haben seine Geschichten später in ihren Märchenschatz mit aufgenommen. Auf Holztafeln sind einige Märchen aufgeschrieben, dazu wurden kleine Gestalten geschnitzt und bemalt, um die Märchen lebendig werden zu lassen. Ein wundervoller Ort für Märchenreisen, der Oberpfälzer Märchengarten.
Mit Blick auf den See geht der Tag zuende. Wir köcheln die vorletzte Portion der Geburtstagsnudeln mit Krabben.
Lecker und gähn