Um sieben wird es langsam hell, rot leuchtet noch der Horizont. Die Erste wird von ihrem Rücken geweckt, streckt sich und macht sich auf den Weg zum Fährterminal, zu den frisch geputzten Toiletten. Der Käptn dreht sich dankbar nochmal um, um sieben hat gerade seine Tiefschlafphase begonnen. Mit Schwung öffnet sich eineinhalb Stunde später wieder die Bullitür. Eine frisch durchgeturnte Erste jodelt: „Guten Morgen, Käptn!“
„Oh man, lass mich schlafen!“ grummelt es aus der Ecke.
Also wird der Computer hervorgekramt und ein bisschen an der Geschichte gefeilt. Jetzt liegen da schon drei angefangene Bücher auf dem Rechner.. das muss ja mal vorangehen.
Irgendwann regt sich wieder was in der Achterschiffskajüte. Die Erste holt das Massagegerät raus und bearbeitet des Käpts Rücken. Unsere Monsterradtour ist doch nicht spurlos an ihm vorübergezogen.
Dann gibts Frühstück, Pfannenbrot und Käffchen und bald tanzen ein paar Lebensgeister im Bulli.
Die Solarzelle wird auf die Frontscheibe gespannt, die Fahrradakkus müssen geladen werden.



Gegen Mittag werfen wir uns in die Badeklamotten. Heute kommt das Shampoo mit. In die Welle eintauchen, Kopf befeuchten. Kopf einseifen, wieder eintauchen. In eine Welle mit aufwühlenden Lavasandgemisch. Das ist bestimmt gut für die Haut. Ist ja ein Rehaurlaub. Anschließend setzen wir Taucherbrille und Schnorchel auf und stürzen in die See. Dabei machen wir mit den Beinen Fahrradtreten unter Wasser. Unsere Lymphdrainagistinnen würden Luftsprünge machen.
Bis zum Abend schaffen wir nur noch ne ausgiebige Siesta. Dann gibt es ein gemeinsames Mahl auf der Hafenmauer, die Henrycrew brät Hühnchen, der Käptn schnippelt Salat, die Erste schält Kartoffeln.
Wir schlemmen am Hafenmauerstehtisch.




Nun sind wir endlich fit und bereit für mehr Bewegung, also marschieren wir in die abendliche kühle Stadt. Am Hafen treffen wir Angler-Enno, er hat im Sonnenuntergang tatsächlich zwei große Sierras gefangen. Die grillen wir dann morgen.
Angler und Glück.