Für den Kptn. ist es unerklärlich, wie man aus diesen kleinen grünen und schwarzen Kügelchen, die hier überall vom Baum fallen, Öl machen kann. Heute soll das Geheimnis gelüftet werden. Wie gestern ist uns allerdings dieser Berg im Weg auf dem das Castello steht, bevor wir in das Städtchen Parga den Berg wieder hinab laufen können. Doch heute sind wir besser vorbereitet – Hut – Sonnenbrille – Getränke – alles dabei.
In der „Paragaea old olive-oil Factory“ sitzt ein Mann, offenbar sehr beschäftigt, am Computer. Eigentlich ist das Museum geschlossen und eine Führung gäbe es auch nicht. Aber er würde uns das Licht anschalten und wir dürften uns kostenlos umsehen – besser als nix.
Die Abläufe sind auf den Tafeln gut erklärt und die Reihenfolge wird uns auch schnell klar. Das Herzstück des Ganzen ist die große Olivenmühle mit den Steinrädern, die aus den Oliven eine Matschepampe macht. Die zermatschten Oliven werden dann in grobe Säcke gefüllt und mit einer mächtigen Presse ausgepresst. Heraus kommt ein Öl-Wasser-Gemisch, welches in Fässer gefüllt wird. Öl und Wasser trennen sich ja naturbedingt von selber ab… Irgendwas war dann noch mit Erhitzen und diversen anderen Finessen. Aber im Großen und Ganzen haben wir es wohl verstanden – der Kptn. sucht jetzt nur noch nach ein paar Olivenbäumen, die zum Verkauf stehen… Im Ziegenstall (wie wir unsere Heckgarage liebevoll nennen) ist noch genügend Platz. Die Erste winkt allerdings ab, wir mögen doch lieber das fertige Öl im Laden kaufen – ohne Matschepampe und Ziegenstallumbau.
Wir diskutieren dies auf dem Weg bergab zur Promenade. Etwa 25 Prozent der Touriläden in Parga sind noch geöffnet, aber ab morgen (1.10.) wohl auch diese nicht mehr. Wir genießen einen Café in einer Taverne, gucken auf das türkise Mittelmeer und atmen ein und atmen aus… So langsam sind wir angekommen und die Entspannung setzt ein.
Türkis und Blau.