T-Shirtwetter. Der Kptn. und sin Fru stehen mit dem Kaffee in der Hand am Strand und gucken dem Sonnenaufgang entgegen. Gestern Abend wurden noch ein paar hoffentlich schöne Zwischenstopps auf dem Weg nach Norden Richtung Drohnenaustausch gesucht und gefunden. Die Ostküste dieses Fingers haben wir bis jetzt auch komplett ausgelassen – komischerweise.
Es war wieder einmal wirklich schwer, sich von einem soooo schönen Ort wie dem Last Lost Bus Stop (Kastráki Beach) loszueisen und sich von liebgewonnenen Herumreisenden zu verabschieden.
Giovanni schlängelt sich mit dem Kptn. und sin Fru die Küstenstraße entlang. Nach 10 km sehen wir auf einem Hügel einen runden Turm – bestimmt zur Verteidigung – schöne Aussicht auf das Meer und das umliegende Land… – Nein es ist eine alte verfallenen Mühle. Über Stock und Stein gehen wir den alten Eselspfad von der Straße (500m) zur Ruine. Der Kptn. freut sich – man kann sogar hineingehen und die Treppe hinauf – Was für eine Aussicht!
Dem atemberaubenden Ausblick steht ein paar Kilometer weiter ein abgrundtiefes Loch gegenüber. Zum Glück ist es eingezäunt und die Pforte ist sogar mit einem verknotetem Strick gesichert. Aber als Segler wird der Kptn. solchen Whoolingstegs schnell Herr. So richtig dicht traut er sich allerdings doch nicht an das schwarze Loch im Boden 🕳️. Die Erste schmeißt einen Stein rein, beim ersten Mal hören wir nix – keinen Aufschlag – kein Geräusch – gruuuuseeeelig – wir treten lieber noch einen Schritt zurück. Beim zweiten Stein nehmen wir einen dumpfes Plumpsen wahr. Beim dritten Stein stoppen wir die Zeit – 3,9 Sekunden. Bei einer Beschleunigung von 9,81 m/s2 ergibt sich daraus bei einer Endgeschwindigkeit der Steins von 137 km/h eine Lochtiefe von knapp 75 Metern – ohne Berücksichtigung der Schallgeschwindigkeit… Wir gehen noch einen Schritt zurück.
Weiter geht der Weg durch felsige Schluchten hindurch an Kletterspotts vorbei den nagelneuen Küstenweg endlang. Wir landen an einer Kiesstrandbucht – wellenfrei – kristallklar. Fast hätte sich Gionvanni in den Steinen festgefahren, aber die Erste schiebt ihn wieder heraus – stark wie eine Bärin. Wir genießen die Bucht bei Fokiano.
Ruhig und Still.