Eigentlich wollten wir mal einen Tag ausspannen und keine alten Steine angucken, aber die Sonne scheint so schön und die alten Mauern glänzen so schön golden in der Sonne. Außerdem hat der die Erste herausbekommen, das in Montepulciano Filme gedreht wurden. Unter anderen „New Moon“ (son Kinderfilm) und „Die Medici“ mit Dustin Hoffmann und so. Der Käptn hat sich fest vorgenommen, wieder einen Filmausschnitt nachzubilden.
Auf gehts. Der Fahrstuhl nach oben in die Stadt ist schonmal kaputt – ganz toll – Treppen – Treppen – Treppen. Dann stehen wir endlich vor dem Haupttor und beginnen in den Gassen zu schlendern.
Hier dreht sich alles um Wein. Überall wird man hineingelockt, um Wein zu trinken und zu testen und den ollen Weinkeller in Augenschein zu nehmen. Dann wird man betrunken gemacht und einem werden 10 Kisten Wein nach Hause geschickt.
Aber wir sind schlauer. Wir schlendern nur.
Hinter den alten Steinen:
Archäologische Funde bestätigen eine Besiedelung der Gegend seit dem 4. Jahrhundert v. Chr., zur Zeit der Etrusker. Laris Porsenna war ein etruskischer König. Er soll, der Legende nach, Montepulciano gegründet haben.
Der Ort stand bis 1202 unter dem Schutz von Siena und wurde nach einigen Herrscherwechseln schließlich Anfang des 16. Jahrhunderts Florenz unterstellt. Montepulciano erreichte im 15. und 16 Jahrhundert derartigen Wohlstand, dass es auch kulturell aufblühte. In dieser Zeit wurden einige Kirchen und Paläste gebaut. Das Rathaus, das Palazzo Comunale war schon im 14. Jahrhundert errichtet worden. Den Piazza Grande, den großen Marktplatz nutzte man für Veranstaltungen und Darbietungen. Schon damals wurde hier Wein angebaut. Die Stadt ist weitläufig mit Weinkellern unterkellert.
Auf dem Piazza Grande finden wir einen schönen Tisch in der Sonne und bekommen unser Frühstück serviert. Ja – is ja klar – wir nehmen auch jeder ein Glas roten Hauswein. Wat schöööön.
Auf dem Rückweg – wir sind schon leicht angeheitert und der Käptn. hat seinen Filmplan total vergessen – gucken wir doch noch in einen Weinkeller hinein. Im Wartesaal wird die Erste wieder Herr ihrer Sinne und wir flüchten zurück in die Gassen, als das Verkaufsgespräch beginnt.
Nach einem kleinen Erholungsmittagsschläfchen wechseln wir die Location an den Lago Trasimeno in den Ort Castiglione del Lago.
Wir ergattern die letzten Platz mit Seeblick.
Ent und Spannung.