GioVANni on Tour

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Venedig

Nach dem Frühstück satteln wir die Hühner und machen uns auf einen Spaziergang zur Fähre. Es gibt ein Kombiticket, mit dem man auch die Wasserbusse auf dem Canale Grande in Venedig nutzen kann. Das nehmen wir (25€) und steigen voller Vorfreude auf die Fähre. Venedig rückt immer näher. Beim Aussteigen am Kai vor dem Markusplatz erkennen wir schon, dass wir nicht die einzigen waren, die die Idee hatten, diese Stadt zu besuchen. Viele Menschen drängeln sich an den üblichen Souvenirständen vorbei, um den Dogenpalast und den Markusplatz zu besichtigen. Wir reihen uns ein. Dieser Prunk ist auch wirklich beeindruckend. Wir verschwinden in einer dunklen Gasse, in der Hoffnung, ein bisschen abseits vom Trubel schlendern zu können. Diese Gasse entpuppt sich als Edelschaufensterstraße. Museumsreif reihen sich Glasbläser an Maskenbauer, an Kunstgemälde, an Handtaschen. Zwischendurch Restaurants. Wir staunen und staunen, bis wir zur Rialtobrücke kommen. Dort lockt uns ein Kellner in das teuerste Restaurant am Platz, direkt neben dem Canal Grande. Unser Esstisch steht einen Meter entfernt von der nächsten Gondel. Lange schwarze Gondeln, edel golden verziert schaukeln hier verträumt vor sich hin zwischen scheinbar wahllos in den Schlamm gesteckte Baumstämme. Sie dienen als Poller. Dann kreischt es plötzlich auf. Tatütata, ein Krankenwagen – hier ein Krankenschiff, mit Blaulicht rast es den Kanal entlang. In seinem Kielwasser hinterlässt es ziemlich hohe Wellen. Die Gondeln tanzen um die Wette. Souverän stehen die Gondoliere auf dem Heck und händeln ihr Schiff. Das ist schon ein einmaliges Schauspiel.

Julita bekommt ihre geliebte Pasta, der Käpt‘n und sin Fru eine Pizza und Moritz ein Risotto serviert. Rumex, die weiße Hündin von Moritz liegt versonnen unter dem Tisch. Was für ein schöner Tag. Nach dem Essen schlendern wir über die Rialtobrücke und beobachten einen Taschenspieler beim Hütchenverschieben. Er zieht den Touris echt das Geld aus der Tasche. Wie im Film. Auf dem anderen Ufer landen wir wieder an einem Tisch auf dem Kai und schlürfen Kaffee und Eis. Die Kellner vertüdeln unsere Bestellungen. Das Bananasplit von sin Fru wird aufgrund fehlender Bananen nicht serviert, der Käpt‘n bekommt einen Eisbecher statt einen Eiskaffee und der Amarettobecher fällt irgendwie anders aus, als auf dem Foto. Sorry, wir haben den zweimal auf der Karte, lacht der Kellner und bringt die größere Version. Sie haben Spaß. Mit dem letzten Eislöffel beginnt ein Presslufthammer in unmittelbarer Nähe die alten Steine freizuhämmern. Wir bezahlen und machen uns auf die Socken, zurück zu ruhigeren Gefilden. Die letzte Fähre bringt uns zum Anleger, mit Sonnenuntergang erreichen wir den Campingplatz.
Er und schöpft.

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