Wir machen uns einsatzbereit zur Höhlenerkundung, Enno bleibt vor Ort bei den Bullis, wegen der Sachen mit den Drachen – man weiß ja nie.
Mit den Fahrrädern fahren wir die 1,5 km wieder hoch zum Leuchtturm und suchen in dem Lavafeld nach dem Eingang zu einem Lavatunnel der ca. 300 Meter lang sein soll.
Der Kptn. hat etwas Angst, bei einigen seiner Schritte über das Lavafeld klingt es recht hohl unter ihm.
Bald haben wir die Treppe zum Tunneleingang gefunden und schalten unserer Stirnlampen an. Der Kptn. hat neben der Stirnlampe noch die Actioncam am Kopf – sehr kopflastig die ganze Sache.
Nach den ersten 20 Metern wird die Sache kurz einmal so richtig eng – beinahe müsste man auf allen Vieren krabbeln. Dann erweitert sich die Höhle zu einem hohem Gewölbe und schlängelt sich leicht abwärts Richtung Meer. Wir bleiben kurz stehen und schalten die Lampen aus. Es ist stockdunkel – so richtig – und absolut still.
Als wir um die nächste Ecke biegen kommt uns ein Luftzug entgegen, da muss ein Ausgang sein. Und tatsächlich, eine gemauerte Treppe kommt in den Lichtkegel. Wir haben den zweiten Tunneleingang gefunden. Neben der Treppe führt uns ein dunkles Loch abwärts, mutig stapfen wir weiter. Und tatsächlich werden wir belohnt. Der Weg endet direkt über dem Meer an der Wand der Steilküste. Ein geschnitzter Zaun hindert uns am Absturz.

















Der Kptn startet die Drohne und lässt sie aus der Höhle fliegen, aufs offene Meer. Sie schießt ein Foto von uns im Berg. Dann versucht die Erste, die summende Twiety wieder einzufangen, zögert, und kurz kollidieren Finger und Flügel, sie brummt entsetzt auf, dann gibt sie Ruhe. Und wird wieder in der Tasche verstaut. Der Finger ist noch dran.
Was für ne Aufregung.
Wir steigen in der Lavaröhre zurück bergan zum Ausgang und finden auch unsere Räder wieder. Ab zurück ins Tal, die Beute sichten.



Am Nachmittag bläst Enno das Schlauchboot auf und gemeinsam schaffen wir es über die Rampe in den Atlantik. Draußen wirft Enno den Anker, mit einem Lavabrocken als Reitgewicht. Da schaukelt es nun vor Anker. Schwimmend kommt er an Land zurück. Morgen gibt es bestimmt Fisch.
Feuer und grillen.