GioVANni on Tour

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Die Mani

Wir brechen mal wieder die Zelte ab. Heute werden wir ganz in den Süden des 2. Fingers fahren – die Mani. Spartas Exilfinger. Die Menschen, die hier damals lebten, wollten sich keinem Herrscher unterordnen und am liebsten auch nicht ihren eigenen Nachbarn, deswegen lebten sie alle in eigenen Wehrtürmen, um sich anständig verteidigen zu können.
Am Anfang der „echten“ Mani haben wir allerdings noch eine Tourifalle im Visier. Der Kptn. hat nur was von Bootsfahrt gehört und damit wars eigentlich klar – wir fahren dorthin – koste es was es wolle. 30 EUR für 2 Personen ist die Antwort. Ein Stunde dauert es bis das Höhlenmonster die Touris am anderen Ende Busweise wieder ausspuckt. Aber egal – es hat sich trotzdem sehr gelohnt. Wir saßen zusammen mit einer griechischen Familie im Boot, der Kapitän hat viel auf griechisch erzählt und die griechische Dame uns viel ins englische übersetzt – sehr nett.

Weiter Kurs Süden. Der Kptn. tankt Giovanni nochmal voll und die Erste besorgt das Nötigste aus dem Supermarkt. Tatsächlich stoßen wir schließlich auf ein großes Schild: „Last Gasstation“. OMG 😨 – hätten wir noch Reservekanister mitnehmen sollen? Die Besiedelung wird sehr dünn. Autos trifft man nur selten. Auch die Vegetation nimmt ab. Das Meer von Osten und von Westen rückt immer näher. Die Windstärke nimmt deutlich zu – 30 Knoten hat es bestimmt. Eines der schönsten Dörfer in der unteren Gegend soll Vathia sein. Es liegt wirklich beeindruckend am Hang mit Blick aufs Meer. Viele Wehr/Wohntürme ragen in den Himmel.
Immer weiter nach Süden treibt es uns. Wir halten an der ein oder anderen Stelle an und überlegen, ob wir hier übernachten können. Aber der Bulli wird von den Boen zu stark geschüttelt. An der westlichen Seite der Manispitze hinter einem Hügel finden wir es schließlich angemessen schüttelfrei.
Der Kptn. räumt mit dem Klappspaten die herumliegenden Kuhfladen 🐄 aus dem Weg, um unbehelligt um den Bulli schleichen zu können. Nun ist alles perfekt. Durch die Frontscheibe können wir den Ausblick genießen und vielleicht sogar morgen den Sonnenaufgang bewundern.
Frei und stehen.

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2 Kommentare

  1. Petra Ottens 18. November 2023

    Klingt ja spannend! Und super tolle Fotos 🤩😀

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